Sonntag ist Maßtag

… und daher geht’s sonntags mit Maßband und Waage zur Sache.

Hier die jeweils aktuellen Körpermaße unseres Nachwuchses:

  • 15.01.2012: 60cm, 5.60kg
  • 02.01.2012: 59cm, 5.12kg
  • 11.12.2011: 56cm, 4.53kg
  • 04.12.2011: 55cm, 4.31kg
  • 27.11.2011: 54cm (kleine Wachstumspause), 3.99kg
  • 22.11.2011: 54cm, 3.82kg (kinderärztliche Vermessung)
  • 13.11.2011: 51cm, 3.57kg
  • 06.11.2011: 50.5cm (mit ein wenig Optimismus), 3.31kg
  • 30.10.2011: 50cm, 3.00kg

Adrian, Oktober 2011

Highlights und Normalität der Woche zwei

Schnell vergeht die Zeit. Zumindest kommt uns das momentan so vor. Bis 13. Oktober war unser Tagesablauf im Wesentlichen von Tag und Nacht bestimmt, wobei der Tag in erster Linie wach und die Nacht üblicherweise schlafend verbracht wurde. Das ist jetzt ein bisserl anders.

Der Kleine ist brav, keine Frage. Aber sein Rhythmus ist dem der erwachsenen Gesellschaft noch nicht so richtig angepasst. Wir sind aber am besten Weg – wir verstehen einander immer besser. Hier die wesentlichen Ereignisse dieser Woche:

  • Gemeinsames Spazieren (zu dritt). Selbst im Regen herrlich.
  • Elke und Adrian unterwegs in Schiefling: die Freiheit in vollen Zügen
  • Nabelschnur “abgeworfen”
  • Erste durchschlafene Nacht am 27.10. (00:00 Uhr bis 06:45 Uhr!)
  • Erste durchwachte Nacht am 28.10. (21:00 Uhr bis ca. 03:00 Uhr) mit Einschlafen gegen 3 …

Spannend: Heute war der kleine Alexander zu Besuch (siehe Fotos). Unglaublich, wie ein 9kg kleines Baby plötzlich riesig wirkt, wenn man selbst ein 3kg schweres gewohnt ist. Wir haben uns gefragt, warum der noch nicht spricht …

PS: Danke an Dani und Andi für die klassen Erinnerungsstücke!

Erinnerungsstücke langen ein

Wie von uns erbeten langen immer mehr Erinnerungsstücke für Adrian mit Bezug zu seinem Geburtstag (14.10.2011) ein. Diese Liste gibt eine Übersicht, was wird bisher bekommen haben (wird laufend ergänzt).

  • Sunny + Tom: Videoaufzeichnungen zahlreicher internationaler Nachrichten
  • Fernando: Ein tagesaktuelles Foto mit seiner Liebsten aus Jordanien
  • Dagi: Der Storch
  • von uns selbst: Tageszeitungen (Krone, Kleine Zeitung, Kurier, Süddeutsche), Parkticket vom LKH
  • Jürgen: Titelseiten diverser Tageszeitungen
  • Dani + Andi: Kärntner Tageszeitung, Lottoschein (leider ohne Gewinn), Weekend-Magazin, Ikea-Rechnung über den Einkauf der ersten Rassel, Fernsehprogramm
  • Hari + Nicole: Eine ganze Kiste mit Tageszeitungen aller Niveaus, der ersten Fahrradklingel inkl. Rechnung vom 14.10. und ein Oldtimermagazin.
  • Maggie + Bruno: Reichhaltiges Sortiment an Erinnerungen. Aufwändig gestaltet, z.B. ein Fotobuch mit Spar-, H&M- und anderen Screenshots. Und mit meinem gesendeten Geburts-SMS. Super!

Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

 

 

Erste Outdoor-Aktivitäten

Drinnen läuft es inzwischen schon sehr gut, man könnte fast sagen: routiniert. Allerdings ist es einigermaßen intensiv, so einem kleinen Menschlein das Reinwachsen in die neue Welt zu ermöglichen. Ein echter Fulltime-Job. Aber wir wollen Adrian ja möglichst bald so fit sehen, dass wir mit Freude gemeinsam etwas unternehmen können.

Ich weiß schon: Alle interessieren sich, wie es dem Kleinen geht. Der Bursche ist brav, stellt sich gut an, schläft und ist wach wann er soll, und teilt uns in den allermeisten Fällen seine Bedürfnisse verständlich mit – und: er nimmt zu! Zu erkennen z.B. am Foto beim Rückenschwimmen in der hauseigenen Badeanstalt. OK, für Außenstehende mag der Wachstumsschub noch etwas homöopathisch wirken.

Aber gerade weil der Tag von Rhythmus und Routinen beherrscht wird, muss Abwechslung unbedingt sein. Vor allem für Elke und mich (der Lagerkoller sitzt uns noch in den Knochen …). Daher haben wir uns heute unseren ersten Spaziergang in Schiefling gegönnt.

Weitere Details folgen.

Masse statt Klasse

Wie erwähnt dient uns das Buch “Das zufriedene Baby” als wichtiger Leitfaden zum Finden unseres Tagesrhythmus. Blöd nur, dass wir es am Freitag liegen gelassen haben …

Was tun? Natürlich den nächstbesten nächstgelegenen Buchhändler anrufen, Bestand abfragen und ein neues Exemplar besorgen. Also ruf ich an, beim Libro, in Velden.

Ich: “Grüß Gott. Ich würde gerne wissen, ob Sie ein bestimmtes Buch lagernd haben. Es heisst >Das zufriedene Baby<”.
Libro: “Moment, ich schaue nach (klickedicklick, klick, klack). Schreibt man das mit Jott (J)?”
Ich, (perplex): “Was davon mit Jott?”
Libro: “Beijbie.”
Ich (sehr perplex): “Baby, nein, mit Ypsilon. Baby ist ein anderes Wort für Neugeborenes, Kleinkind.”
Libro: “Nein, mit dem Titel finde ich nichts.”
Ich (in der Überzeugung, der Höhepunkt sei bereits erreicht): “Soll ich Ihnen die ISBN Nummer geben?” (Anm.: steht für Internationale Sachbuchnummer und ist bei Buchhändlern so üblich wie Fichtenholz bei Tischlern)
Libro: “ISBN? Nein, die haben wir nicht. Wir haben nur eine … IMR Nummer.”
Ich: “Entschuldigung. Ich bin jetzt wirklich enttäuscht, ich dachte, ich spreche mit einem Buchhändler.”

Der Witz: Nichts davon ist erfunden!

Die Moral von der Geschicht: Große Handelsketten leben nicht von der Dienstleistungsqualität (zu der schon auch das Ausbildungsniveau des Personals zählt), sondern von der Masse. Und: In Zukunft fahr ich lieber gleich nach Klagenfurt. Nein, nicht zur Thalia oder zum Libro, sondern zum Heyn.

Home, sweet home

So komfortabel ein Krankenhaus auf den ersten Blick erscheint, soviel Stress verursacht es bei Menschen, die die Eigenständigkeit lieben. Der Rhythmus wird – zu unserer Überraschung – nicht in erster Linie vom Neugeborenen bestimmt, sondern von zahlreichen Unterbrechnungen der Privatsphäre durch Personal, das nur seine Arbeit macht. Und wie überall machen einige nur ihre Arbeit, manche etwas mehr und einige engagieren sich besonders.

Die Organisation allerdings könnte man patientenorientiert anpassen und vielleicht die eine oder andere Tätigkeit bündlen (z.B. sind diese Tätigkeiten alle getrennt von unterschiedlichen Personen verrichtet worden: Boden wischen, Flächen wischen, Bad reinigen, Essen bringen, Müllkorb leeren, Wäschekorb leeren, Geschirr wegräumen, Lüften, Fenster putzen – und das sind erst die nicht-medizinischen Themen …).

Allerdings ist nach diesen Tagen die Heimkehr besonders genussvoll. Ein guter Kaffee, das eigene Bett, Privatsphäre, Beef-Tartare und andere Menschen. Schön, dass wir jetzt alle wieder unter dem eigenen Dach wohnen. Inklusive dem Neuzugang Adrian. Dem es auch sehr gut bei uns gefällt (siehe Fotos).

Apropos Rhythmus: Windel wechseln, essen, schlafen, essen, schlafen, Windel wechseln, wach sein, … Ein Fulltime-Job, die Zeit vergeht wie im Flug, die Stunden, die Tage. Dank Danis Empfehlung und Elkes Konsequenz gibt es aber einen Rhythmus.

Wir freuen uns sehr über all die Glückwünsche (und Geschenke!), die uns aus Nah und Fern erreichen (von Kärnten bis Wien, Kuba, Deutschland, Liechtenstein, Türkei, Italien, Jordanien). Auf die wenigsten konnten wir bisher antworten – wir sind momentan mit uns selbst recht gut beschäftigt. Wir werden aber, sobald wir alle bereit sind, uns bei jedem einzelnen von euch blicken lassen.

Versprochen!

Hier noch ein paar Fotos der letzten Tage inkl. Besuch bei Opa und Omi, die den Kleinen mangels eigener Mobilität kurz bei sich zu Hause aus der Nähe bewundern konnten.

Check (it) out

Nojo, ein Krankenhaus ist halt kein Hotel. Langsam wird’s Zeit, die Unterkunft zu wechseln und dem Adrian sein zukünftiges zu Hause zu zeigen. Und Elke mehr als 2 Stunden Schlaf pro Tag/Nacht (“was ist das?”) anzubieten.

Hier noch schnell ein paar Fotos vom vorletzten Tag im Elki.

Bestätigt: geboren und gesund

Endlich die Gewissheit: Das Standesamt der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee (dank des Alt-Bgm. Harald Scheucher die Stadt mit dem sperrigsten Namen Österreichs) bestätigt, dass Adrian Paul Setz geboren wurde. Super. Das haben wir uns schon tagelang gefragt. Zur großen Freude wurde diese Urkunde gebührenfrei ausgestellt (“gratis, aber nicht umsonst”, also die Umkehrung der üblichen Amtsgeschäfte).

Bestätigt wurde auch, allerdings von der Radiologie, dass alle Organe vorhanden sind und wie vorgesehen arbeiten. Das ist eine wirklich gute Nachricht.

Auch der Mutter geht es übrigens gut, bis auf Kreuzschmerzen (Linderung durch Taping erwartet, siehe Fotos) und dem (angekündigten) Schlafmangel. Sie ist tapfer, nein: sehr tapfer und souverän.

3. Tag, erster Empfang

“Zeit für neue Gesichter” hat Adrian heute in seiner ganz eigenen Form auf die Frage geantwortet, was er sich für den heutigen Tag wünsche. Nun gut, wie kann man dem Kleinen diesen Wunsch ausschlagen?

Angeboten haben wir Großeltern und Tante. Er war zufrieden, die Besucher auch. Hier die Belege.

Tag Zwei im neuen Leben

Nacht 1 auf 2 (eigentlich würden die Profis 0 auf 1 sagen, weil der Geburtstag Tag 0 ist) ist laut Mama Elke ruhig verlaufen. Auch der Tag war ruhig – das kann ich erzählen. Hier ein paar aktuelle Fotos des heutigen Tages mit Details des kleinen Jungkörpers.


Morgen geht’s weiter.